Berichte

Jeder Wettbewerb hinterlässt Spuren, Eindrücke, Erfahrungen. Ich habe schon vor langer Zeit angefangen, diese persönlichen Eindrücke meiner Wettbewerbe aufzuzeichnen. Jeder andere Teilnehmer kann es anders gesehen haben, hat anderes erlebt. Vielleicht ist es doch für den einen oder anderen lesenswert, manchmal unterhaltend oder einfach nur informativ, meine Schilderungen zu lesen.

 

Moritz SchollAm Samstag bestritt ich das Teamrennen mit meinem Teamkollegen Moritz Scholl. Da der Frühsommer nun auch in Deutschland angekommen war und es bis zu 30 Grad geben sollte, haben wir uns auf ein körperlich sehr forderndes Rennen eingestellt.

Ich kam schnell ins Rennen, fand auf Anhieb einige gute Linien und konnte einen guten Speed fahren. Auch Moritz hatte sich seit dem letzten Mal sehr gesteigert und fuhr konstante Rundenzeiten.

Als ich gegen Mitte des Rennens in die Box fuhr, um wieder auf Moritz zu wechseln, hielt mich der Fahrtleiter an und meinte, ich wäre zu schnell in der Box gefahren. Ich habe zuvor mitbekommen, wie er andere diesbezüglich angezählt hatte – und bin extra langsamer in die Box gefahren. Ich habe natürlich nicht getrödelt, da wir uns in einem Rennen befanden. Aber ich habe niemanden gefährdet oder bin, wie so manch anderer, Vollgas mit ausbrechendem Hinterrad aus der Box ‚geflogen‘.

Doch das sollte noch nicht alles sein. Er teilte mir mit, 2 Streckenposten hätten ihm gemeldet, ich würde ‚andere Fahrer unsportlich abdrängen‘. Zum Abschluss der ca. einminütigen Standpauke (bei aktivem Transponder) teilte er mir mit, man würde uns keine Strafpunkte geben, ich solle mich nur „beherrschen“.

Ich kann dies keineswegs nachvollziehen, da ich weder jemanden absichtlich gerammt oder zu Fall gebracht habe, noch habe ich langsamere Fahrer angeschrien oder beleidigt.  Also wo die Unsportlichkeit meinerseits sein soll, bleibt mir ein Rätsel. Ich finde es allerdings unsportlich, wenn langsamere Fahrer auch nach mehrmaligen Signalen oder freundlichem ‚Entschuldigung‘ rufen immer noch keinen Platz machen, um einen schnelleren Fahrer durchzulassen.

Den Ausgleich zu diesen unschönen Seiten des Rennens fand ich in sehr geilen und spannenden Zweikämpfen mit Frank Wiedemann und Manuel Günster, die komplett fair abliefen und wieder für gute Laune sorgten.

Am Ende des Tages standen wir auf dem 11. Platz in der Team-Klasse, mit 100 Strafpunkten wegen unsportlichen Drängelns.  Ohne die Strafe hätten wir auf Platz 3 gelegen. Außerdem konnte ich mit 5:46 die schnellste Runde des Tages fahren, mehr als 10 Sekunden schneller als alle anderen. Zum Glück war der Lauf nur „Just 4 fun“.

Sonntags ging ich in Klasse 2 an den Start. Die Bedingungen waren gleich wie am Vortag, lediglich ein kleiner Waldabschnitt kam neu hinzu. Ich fand gut ins Rennen und konnte die vollen 3 Stunden mit konstanten Zeiten um die 6 Minuten durchfahren. Leider wurden mir erneut 100 Strafpunkte aufgebrummt. Auf Nachfrage bei der Rennleitung wurde uns mitgeteilt, ich wäre zu spät im Vorstart erschienen. Aber online steht, ich hätte den Motor in der Box laufen lassen. Auf mich wirken diese Strafen leider sehr willkürlich und nicht nachvollziehbar. Und auch andere etablierte Fahrer rieben sich verwundert die Augen beim Blick auf die Ergebnisliste.

Die schnellste Runde des Sonntags ging erneut auf mein Konto und ich konnte trotz der Strafpunkte (100 Punkte = 1 Runde Abzug) einen 2. Platz in Klasse 2 erzielen und einen 5. Platz in der Tageswertung. Ohne die Strafpunkte hätte ich mit über einer Minute Vorsprung das Gesamtklassement gewonnen.

Alles in allem war es ein gutes Trainingswochenende, mein Bike lief perfekt und ich bin topfit für die anstehenden Rennen.

Abschließend möchte ich noch meinem Team Hill Climb danken, für alles, was Sie für mich tun. Und natürlich danke ich meinen Sponsoren:

                 

 

Mit sportlichen Grüßen

Euer Kevin

 

 

Am 23./24.04.2016 fiel der Startschuss zur Deutschen Cross Country Meisterschaft 2016. Nachdem ich letztes Jahr bereits bei einem Lauf in der Klasse XC Pro an den Start ging, will ich dieses Jahr die komplette Serie in dieser Klasse bestreiten.

Am Sonntag um 14:30 Uhr begann mein Rennen. Ich erwischte nur einen mittelmäßigen Start und war anschließend mitten im Gedränge. Mir unterliefen allerdings keine großen Fehler und ich überstand die ersten paar Kurven ohne Sturz.

Ich kam ziemlich gut ins Rennen und konnte den Speed der anderen mitgehen, bis mir gegen Ende der ersten Runde mal wieder der ‚Armpump‘ einen Strich durch die Rechnung machte. Nachdem ich dann 3 Runden mehr gerollt als gefahren bin,  fand ich meinen Rhythmus wieder und konnte 4 schnelle Runden fahren, bevor dann die Haut an meinen Handinnenflächen nachgab und ich das Tempo wieder zügeln musste. Das Rennen habe ich unter großen Schmerzen auf dem 15. Rang beendet.

Nicht gerade mein Ziel, aber ich habe wieder einmal viel gelernt und weiß, woran ich arbeiten muss.

Ich bedanke mich bei meinem Team Hill Climb für dieses Rennwochenende in Walldorf sowie bei meinen Sponsoren, die mir mit tatkräftiger Unterstützung sowie all ihrem Know-How zur Seite stehen:

                 

Euer Kevin

 

 

 
 
Hallo Leute,

Vergangenes Wochenende war ich beim IGE Lauf in Aarbergen. Ganz spontan habe ich mich entschieden, samstags im Teamlauf mit Moritz Scholl anzutreten. Für diesen war das sein erstes Enduro Rennen überhaupt. Wir hatten eine Menge Spaß und nach 3 Std. Fahrtzeit erreichten wir sogar den 10. Platz!
 
Sonntag Nachmittag ging ich in der Klasse 2 (4-Takt bis 450 cm³ und 2-Takt bis 250 cm³) an den Start. Durch den starken Regen in der Nacht und das Rennen am Vormittag war die Strecke total ausgefahren und die Spuren sehr tief. Je mehr die Strecke abtrocknete, um so schlechter war sie zu fahren, da der Boden steinhart wurde. Die 3-stündige Tortur konnte ich als Zweiter in dieser Klasse beenden, und in der Gesamtwertung des Tages erreichte ich den 4. Platz. Das war ein super Training für den Auftakt zur Deutschen Cross Country Meisterschaft in Walldorf/Werra am kommenden Wochenende.
 
 
Ich bedanke mich bei meinem Team Hill Climb für ein lehrreiches Rennwochenende in Aarbergen sowie bei meinen Sponsoren, die mir mit tatkräftiger Unterstützung sowie all ihrem Know-How zur Seite stehen:

                 

   

Bis bald

Euer Kevin

Ergebnislisten:

Klasse 2  / Team

 

 

 

Am vergangenen Wochenende stand das „King of the Hill“ im rumänischen Arad auf dem Plan. Wir legten auf dem Hinweg einen Zwischenstopp in Kroatien ein. Mein Coach und guter Freund Marko Prodan erteilte mir u. a. einen Crash-Kurs im Umgang mit einem GPS-Gerät, weil das für das Rennen in Rumänen Pflicht war.

Ich war noch nie in Rumänien und deshalb sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Am heutigen Sonntag zog es mich zum Wiesel X in den Osten Deutschlands, nahe Chemnitz. Nachdem die Anmeldung sowie die technische Abnahme binnen 5 Minuten reibungslos verlief, ging ich die ca. 1 km lange Prologstrecke ab, da dieser Auftakt der Veranstaltung direkt im Anschluss an die Fahrerbesprechung um 9:45 stattfinden sollte.

Die Strecke war technisch anspruchsvoll und erinnerte mich an ein klassisches Enduro, da sie meist aus einem oder mehreren Singletrails bestand.